Seit Jahren wird über die Entstehung der Asthmasymptome geforscht.

Zahlreiche neue Erkenntnisse haben in den letzten Jahren das Verständnis chronischer Atemwegserkrankungen stetig verändert und verbessert.

Es gibt neben den vorwiegend inhalativ anzuwendenden medikamtenösen Therapien seit ein paar Jahren auch sogenannte Antikörpertherapien. Das heißt, die Wirkstoffe greifen in den pathologischen Ablauf an verschiedenen Stellen ein. So können sie die Botenstoffe, die bei den Krankheitsabläufen des Asthmas eine Rolle spielen, blockieren.

Der erste Antikörper, der in Deutschland zum Einsatz kam, richtet sich gegen das sogenannte Immunglobulin E, welches eine zentrale Rolle beim allergischen Asthma spielt. Dieser Wirkstoff heißt Omalizumab. 

Wir wissen inzwischen, dass bei Asthma  auch die sogenannten eosinophilen weißen Blutkörperchen eine große Rolle spielen. Diese Zellen werden durch sogenannte Interleukine aktiviert.  

Ein weiterer Antikörper richtet sich daher gegen eines dieser Interleukine (IL5) und greift somit in einen anderen pathologischen Vorgang bei der Entstehung der Asthmasymtome ein (Mepolizumab).

Diese Antiköper bieten sich also bei besonders schweren Asthmaverläufen an, wobei zunächst mit weiteren Untersuchungen herausgefunden werden muss, welcher Patient davon profitieren kann.