mikroskop nah 564
Liebe Patienten, nachfolgend haben wir die wichtigsten und häufigsten Blutwerte, die in unserer Praxis bestimmt werden, aufgelistet und erklärt.
Diese Liste ist sicher weder vollständig, noch in allen Bereichen verständlich.
Sollten Sie Fragen und/oder Anregungen zu den hier aufgeführten (oder auch noch nicht aufgeführten) Werten haben, stellen Sie diese beherzt über unser „Gästebuch“. So kommen wir auf die Dauer zu einem vollständigen Bild mit möglichst umfassendem Informationsgehalt.Ihr Praxisteam.

Blutbild

ERY: Erythrozyten (rote Blutkörperchen)

REFERENZ-/NORMALWERTE* Einheit
Männer 4,3 - 5,9 Millionen/µl
Frauen 3,5 - 5,0 Millionen/µl
Kinder 3,9 - 5,1 Millionen/µl
* Der Wert bezeichnet die Anzahl der roten Blutkörperchen pro Liter Blut.


LEUKO: Leukozyten (weiße Blutkörperchen -> Immunabwehr)

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene 4 - 10 Tausend/µl
Schulkinder 5 - 15 Tausend/µl
Kleinkinder 6 - 17,5 Tausend/µl
Neugeborene 9 - 30 Tausend/µl


THROMBO: Thrombozyten (Blutplättchen  -> Blutgerinnung)

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene 150-400 Tausend/µl
Kinder 150-350 Tausend/µl
Neugeborene 100-250 Tausend/µl


RETI: Retikulozyten (unreife rote Blutkörperchen)

REFERENZ-/NORMALWERTE relative Anzahl*
Erwachsene 0,5 - 2,0%
Neugeborene und Säuglinge 0,6 - 6%
*Verhältnis der Retikulozyten bezogen auf Erythrozyten.


NEUTRO: Neutrophile Granulozyten (Untergruppe weiße Blutzellen)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 3200 - 6200/µl (55 - 75%) 0,55 - 0,75*
*Entspricht dem Anteil der neutrophilen Granulozyten an der Gesamtleukozytenzahl.


EOS: Eosinophile Granulozyten (Untergruppe weiße Blutzellen: allergieauslösend)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 50 - 250/µl (1 - 4%) 0,01 - 0,04*
* Entspricht dem Anteil der eosinophilen Granulozyten an der Gesamtleukozytenzahl.


BASO: Basophile Granulozyten

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 15 - 50/µl (0 - 1%) 0,0 - 0,01*
*Entspricht dem Anteil der basophilen Granulozyten an der Gesamtleukozytenzahl.


MONO: Monozyten (größte weiße Blutzellen)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 285 - 500/µl (3 - 7 %) 0,03 - 0,07*
*Entspricht dem Anteil der Monozyten an der Gesamtleukozytenzahl.


LYMPH: Lymphozyten (kleinste weiße Blutkörperchen)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 1500 - 3000/µl (25 - 45%) 0,25 - 0,45*
* Entspricht dem Anteil der Lymphozyten an der Gesamtleukozytenzahl.


HK: Hämatokrit (Anteil der zellulären Bestandteile am Blutvolumen)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Männer 40-54 % 0,40-0,54
Frauen 37-47 % 0,37-0,47


HB: Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Männer 14-18 g/100 ml 8,69-11,17 mmol/l
Frauen 12-16 g/100 ml 7,45- 9,93 mmol/l


MCH, MCHC, MCV Dienen der Funktionsüberprüfung der Roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

MCH engl.:
dt.:
mean corpuscular haemoglobin
repräsentiert den Hämoglobin-Gehalt des Einzel-Erythrozyten
MCHC engl.:
dt.:
mean corpuscular haemoglobin concentration  
ist als mittlerer, zellulärer Hämoglobingehalt definiert 
MCV engl.:
dt.:
mean corpuscular volume  
beschreibt den Volumen-Inhalt des Einzel-Erythrozyten 
 
REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene (MCH) 28 - 33 pg/Zelle
Erwachsene (MCHC) 33 - 36 g/dl
Erwachsene (MCV) 80 - 96 fl

Entzündungsparameter

BKS/BSG: Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit

REFERENZ-/NORMALWERTE für die 1. Std. unter 50 Jahre über 50 Jahre
Männer unter 15 mm unter 20 mm
Frauen unter 20 mm unter 30 mm

CRP: C-reaktives Protein (häufig, eher Virusinfekte)

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene und Kinder bis 1,0 mg/dl
Neugeborene bis 1,5 mg/dl

Bluteiweiß

ALB: Albumin (Protein)

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene (Serum) 3,5 - 5,2 g/dl
Erwachsene (Urin) < 20 mg/pro g Kreatinin

Blutfette

TRIG: Triglyzeride (Nahrungsfette)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene < 200 mg/dl < 2,3 mmol/l


CHOL: Cholesterin (Nahrungsfette)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene < 200 mg/dl 5,2 mmol/l


HDL: High-Density- Lipoprotein (“gutes” Cholesterin bez. auf Gefäßschädlichkeit)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Männer >40 mg/dl >1,0 mmol/l
Frauen >50 mg/dl >1,3 mmol/l


LDL: Low-Density- Lipoprotein (“gefährliches” Cholesterin bez. auf Gefäßschädlichkeit)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene Idealbereich
  bei Risikofaktoren
<155 mg/dl
<135 mg/dl
4,0 mmol/l
3,5 mmol/l
Erwachsene mäßiges Risiko
155-190 mg/dl 4,0-4,9 mmol/l
Erwachsene hohes Risiko
über 190 mg/dl 4,9 mmol/l

Blutgaswerte

Blutsauerstoff : (pO2) Sauerstoffpartialdruck: in der Körperflüssigkeit gelöster Sauerstoff Sauerstoffsättigung: (SpO2): Anteil zu dem der rote Blutfarbstoff mit Sauerstoff gesättigt ist

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Sauerstoffsättigung - sO²  95-98%
Blutsauerstoff - pO²  65-100 mmHg


Der ph-Wert : internes Milieu des Körpers

REFERENZ-/NORMALWERTE* pH-Wert des Blutes
Erwachsene und Kinder 7,36-7,44
*Ein pH-Wert höher als 7,44 wird als Alkalose (basisch) bezeichnet und niedriger als 7,36 als Azidose (sauer).
Die Konstanz des „inneren Milieus“ des Körpers wird durch Lunge und Nierenfunktion gewährleistet.


Kohlendioxid (pCO²), Bicarbonat (HCO³) und Basenüberschuss (BE)

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
pCO²  35-45 mmHg
BE -2 bis +2 mmol/l
HCO³ 22-26 mmol/l

Blutgerinnung

INR- und Quickwert (Prothrombinzeit)

REFERENZ-/NORMALWERTE Quickwert SI-Einheit
Erwachsene 70 - 120 %*
* Der Durchschnittswert wird mit 100 % angesetzt. 
 
 
REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene 1,0


PTT - partielle Thromboplastinzeit

REFERENZ-/NORMALWERTE  
Erwachsene (ohne Medikamente bis) 38 Sekunden
Erwachsene (bei Heparin-Therapie) 60 - 80 Sekunden


Fibrinogen

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 1,8 - 3,5 g/l 5,4 - 10,5 µmol/l

Blutzucker

Blutzuckerwert (Blutglukose)

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene und Kinder 70-110 mg/dl 3,9-6,1mmol/l
Neugeborene 30-40 mg/dl 1,7-2,2mmol/l


HBA1C: glykiertes Hämoglobulin (Langzeit-Blutzuckergedächnis)

Bei lange und/oder häufig erhöhtem Blutzuckerwert lagert sich der Zucker an den roten Blutfarbstoff an und gibt so ein rückblickendes Bild.
Ziel einer Diabetestherapie ist die Senkung des HbA1c unter 6,5 % (je nach Labor leichte Unterschiede!).

Elektrolyte und Mineralstoffe

NA: Natrium

REFERENZ-/NORMALWERTE im Blut SI-Einheit
Erwachsene 135-145 mmol/l
Kinder 133-146 mmol/l


K: Kalium

REFERENZ-/NORMALWERTE im Blut SI-Einheit
Erwachsene 3,6-4,8 mmol/l
Neugeborene 3,2-5,5 mmol/l


Ca: Kalzium

REFERENZ-/NORMALWERTE im Blut SI-Einheit
Erwachsene 2,2-2,6 mmol/l
Neugeborene 1,9-2,7 mmol/l


MG: Magnesium

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Männer (Blut) 1,8-2,6 mg/dl 0,73-1,06 mmol/l
Frauen (Blut) 1,9-2,5 mg/dl 0,77-1,03 mmol/l
Erwachsene (24-h-Urin) 73-122 mg/24 h 3-5 mmol/24 h


PHOS: Phosphat

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 2,6-4,5 mg/dl 0,84-1,45 mmol/l


CHL: Chlorid

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 95-105 mval/l 95-105 mmol/l
Kinder 96-110 mval/l 96-110 mmol/l

Tumormarker

CEA: Carcino Embryonales Antigen (Tumoren versch. Art)

GRENZWERTE Einheit
Erwachsene (Nichtraucher) 5 µg/l
Erwachsene (Raucher) 10 µg/l


NSE: Neuronenspezifische Enolase (Lunge/Hoden/Verdauungstrakt)

GRENZWERTE Einheit
Erwachsene 12,5 µg/l
Kinder bis zu einem Jahr 25 µg/l


PSA: Prostataspezifisches Antigen (Prostata)

GRENZWERTE Einheit
40 bis 49 Jahre bis 2,5 µg/l
50 bis 59 Jahre  bis 3,5 µg/l
60 bis 69 Jahre*  bis 4,5 µg/l
70 bis 79 Jahre*  bis 6,5 µg/l
Graubereich 4 bis 10 µg/l
* umstrittene Grenzwerte, trotzdem sehr spezifischer Wert  

Bauchspeicheldrüse

AMY: Amylase (ein kohlenhydratspaltendes Enzym)

REFERENZ-/NORMALWERTE* Einheit
Erwachsene (Serum) bis 100 U/l**
Erwachsene (Urin) bis 460 U/l**
Säuglinge (ein Monat) bis 60 U/l***
* Die Normwerte sind abhängig von der verwendeten Messmethode stark unterschiedlich. 
** Messmethode: kinetischer enzymatischer Farbtest, 37°C 
*** Nach der Geburt ist nur Speichelamylase vorhanden, Erwachsenen-Werte werden erst nach dem ersten Lebensjahr erreicht.


LIP: Lipase (ein fettspaltendes Enzym)

REFERENZ-/NORMALWERTE* Einheit
Erwachsene bis 190 U/l (turbidimetrische Messung bei 25°C)
* Die Normwerte sind abhängig von der verwendeten Messmethode stark unterschiedlich.

Herzenzyme

MYO: Myoglobin 

sehr spezifisches Enzym, das bei Herzinfarkten freigesetzt wird und heute vornehmlich zu deren Diagnostik bestimmt wird.


CK: Creatinkinase (ein Leitenzym für die Diagnose von Schädigungen der Herz- und Skelettmuskulatur)

REFERENZ-/NORMALWERTE IFCC-Einheit
Männer bis 174 U/l
Frauen bis 140 U/l


GOT: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (ein Enzym, das im Herzmuskel, im Skelettmuskel und in der Leberzelle in hohen Konzentrationen vorkommt)

REFERENZ-/NORMALWERTE IFCC-Einheit
Männer bis 50 U/l
Frauen bis 35 U/l

Leberenzyme

GOT: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase

REFERENZ-/NORMALWERTE IFCC-Einheit
Männer bis 50 U/l
Frauen bis 35 U/l


GPT: Glutamat-Pyruvat-Transaminase

REFERENZ-/NORMALWERTE IFCC-Einheit
Männer bis 50 U/l
Frauen bis 35 U/l
Kinder bis ein Jahr bis 35 U/l
Kinder, älter als ein Jahr bis 30 U/l


GAMMA-GT  Gamma-Glutamyl-Transferase: (Bei Alkoholschädigung häufig erhöht)

REFERENZ-/NORMALWERTE IFCC-Einheit
Männer bis 66 U/l
Frauen bis 39 U/l
Kinder, ein bis sechs Monate  bis 230 U/l
Kinder über sechs Monate  bis 50 U/l


AP: Alkalische Phosphatase (Leber, Knochen)

REFERENZ-/NORMALWERTE im Blut IFCC-Einheit, 37°C
Erwachsene 30-120 U/l
Kinder bis zwölf Monate bis 406 U/l
Kinder über ein Jahr, bis 18. Lebensjahr  bis 390 U/l


BILI: Bilirubin (Gallenfarbstoff)

REFERENZ-/NORMALWERTE im Blut alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 0,1-1,2 mg/dl 2-21 µmol/ l
Neugeborene 0,7-12,7 mg/dl 12-217 µmol/ l
Kinder, älter als ein Monat 0,2-1,0 mg/dl 3-17 µmol/ l

Nierenwerte

KREA: Kreatinin

REFERENZ-/NORMALWERTE* alte Einheit SI-Einheit
Männer (Blut*) 0,84-1,25 mg/dl 74-110 µmol/l
Frauen (Blut*) 0,66-1,09 mg/dl 58-96 µmol/l
Kinder ab einem Jahr (Blut*) 0,25-0,62 mg/dl 22-55 µmol/l
Erwachsene über 50 Jahre (Blut*) 0,84-1,25 mg/dl 74-110 µmol/l
Männer (Urin) 8,7-24,6 mg/kg x 24 h 77-217 µmol/kg x 24 h
Frauen (Urin) 7,3-21,4 mg/kg x 24 h 65-189 µmol/kg x 24 h
Kinder (Urin) 7,2-13,1 mg/kg x 24 h 64-116 µmol/kg x 24 h
*= Jaffé-Reaktion, kinetisch    


HST: Harnstoff

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene und Kinder (Blut) 12-48 mg/dl
Erwachsene und Kinder (Urin) 20-35 g/24 h*
Säuglinge bis 6 Monate (Blut) 12-42 mg/dl
* Bei fleischreicher Kost resultiert ein höherer Wert, als bei vegetarischer Kost.  


HS: Harnsäure

REFERENZ-/NORMALWERTE alte Einheit SI-Einheit
Männer (Blut) 2,5-5,9 mg/dl 149-351µmol/l
Frauen (Blut) 3,5-7,1 mg/dl 208-422µmol/l
Kinder (Blut) 1,9-5,9 mg/dl 113-351µmol/l
Erwachsene (Urin) 0,45-0,8 g/24 h*  
* Bei fleischreicher Kost resultiert ein höherer Wert als bei vegetarischer Kost.

Schilddrüsenwerte

T3: Trijodthyronin

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit Menge
Erwachsene T3 67 - 163 ng/dl
Erwachsene freies T3 2,3 - 6,2 ng/dl


T4: Thyroxin

REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit Menge
Erwachsene T4 5,1 - 12,6 µg/dl
Erwachsene freies T4 0,8 - 2,1 ng/dl


TSH: Thyroidea-stimulating-hormone

REFERENZ-/NORMALWERTE können Laborabhängig schwanken SI-Einheit
Erwachsene 0,4 - 4,0 mU/l

Immunsystem

Immunglobuline - Ig

Ig G
Ig G befindet sich überwiegend im Plasma und besteht aus mehreren Untertypen. Ig G ist besonders wirksam bei bakteriellen Infektionen. Es kann aber auch bei Auto-Immunerkrankungen aktiv werden.

Ig G tritt als einziges Immunglobulin von der mütterlichen Blutbahn in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes und gewährt so einen wichtigen Infektionsschutz für das Neugeborene sogar über die Geburt hinaus. Der Schutz besteht, bis dessen eigene Antikörperproduktion anläuft.


Ig M
Ig M ist besonders wirksam bei Infektionen durch Viren und tropische Parasiten (zum Beispiel Malaria) und wird beim Eindringen eines Fremdkörpers in die Blutbahn zeitlich als Erstes aktiv.

Immunglobuline der Klasse M unterscheiden im Falle einer Bluttransfusion zwischen Blut von verträglichen Blutgruppen und unverträglichem Blut.

Ein weiteres individuelles Blutmerkmal ist der Rhesusfaktor, auf den besonders im Falle einer Schwangerschaft routinemäßig geachtet wird. Ig M unterscheidet auch hier über die Verträglichkeit des Rhesusfaktors.


Ig A
Ig A werden im Blut, im Speichel, Magen- und Darmsaft vorgefunden. So dienen sie an den Eintrittspforten des Körpers vor allem der örtlichen Abwehr von Fremdkörpern auf den Schleimhäuten. Neugeborene bekommen Ig A aus der Muttermilch.


Ig E
Ig E spielen bei allergischen Reaktionen (Histaminfreisetzung) und Parasitenbefall eine große Rolle.

Im Rahmen der Allergiediagnostik werden Ig E Antikörper (auch bei uns in der Praxis) begleitend zum konventionellen Allergietest im Blut bestimmt. Sie erlauben eine weitere Eingrenzung der relevanten Allergene, z.B. vor Desensibilisierungen.

Die Bestimmung der spez. Ig E Antikörper hat auch den Vorteil, dass sie nicht von Medikamenteneinnahmen (Antiallergika) abhängig sind. 
Als „Suchtest“ für z.B. Nahrungsmittelallergene eignen sie sich wegen der relativ hohen Kosten nicht, bzw. werden von den Kassen nicht übernommen.

Im Einzelfall kann man da im persönlichen Gespräch weiterkommen.


Ig D Die genaue Funktion dieser Antikörper ist noch nicht geklärt.